dicht & ergreifend
Dass ausgerechnet zwei fahnenflüchtige Exil-Berliner zum Phänomen der deutschen HipHop-Landschaft werden, gehört zu jenen schönen Pointen, die sich keine Plattenfirma hätte ausdenken können – wohl auch deshalb sind Lef Dutti und Urkwell seit der Gründung von »dicht & ergreifend« 2014 ohne Major im Rücken geblieben. Ihr Debütalbum »Dampf der Giganten« stieg völlig unerwartet auf Platz 4 der offiziellen deutschen HipHop-Charts ein, ein Einstand, der mehr über das Gespür der Band für den Nerv ihres Publikums verrät als jede Marketingstrategie. Dass die beiden 2023 den Kulturpreis Bayern dankend ablehnten und das Preisgeld stattdessen einem humanitären Hilfsprojekt zukommen ließen, passt ins Bild einer Band, die sich Anerkennung lieber selbst erspielt als verliehen bekommt. Mit ihrem vierten Studio-Album »Zweiländerdreieck« wagen Dutti & Urkwell nun den nächsten Bruch mit der eigenen Identität: Die Hälfte der Songs erscheint erstmals auf Hochdeutsch – ein echtes Novum ihrer Bandgeschichte.
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Dass ausgerechnet zwei fahnenflüchtige Exil-Berliner zum Phänomen der deutschen HipHop-Landschaft werden, gehört zu jenen schönen Pointen, die sich keine Plattenfirma hätte ausdenken können – wohl auch deshalb sind Lef Dutti und Urkwell seit der Gründung von »dicht & ergreifend« 2014 ohne Major im Rücken geblieben. Ihr Debütalbum »Dampf der Giganten« stieg völlig unerwartet auf Platz 4 der offiziellen deutschen HipHop-Charts ein, ein Einstand, der mehr über das Gespür der Band für den Nerv ihres Publikums verrät als jede Marketingstrategie. Dass die beiden 2023 den Kulturpreis Bayern dankend ablehnten und das Preisgeld stattdessen einem humanitären Hilfsprojekt zukommen ließen, passt ins Bild einer Band, die sich Anerkennung lieber selbst erspielt als verliehen bekommt. Mit ihrem vierten Studio-Album »Zweiländerdreieck« wagen Dutti & Urkwell nun den nächsten Bruch mit der eigenen Identität: Die Hälfte der Songs erscheint erstmals auf Hochdeutsch – ein echtes Novum ihrer Bandgeschichte.